Drogen

file000443155139_164.jpgAls Drogen werden Stoffe bezeichnet, die in die natürlichen Abläufe des Körpers eingreifen und Stimmungen, Gefühle und Wahrnehmungen beeinflussen. Damit sind einerseits legale Drogen wie Nikotin, Alkohol und Medikamente gemeint, die missbräuchlich konsumiert werden können und abhängig machen können. Andererseits sind damit illegale Drogen gemeint wie Haschisch, Crystal (Methamphetamin), LSD, Heroin, Kokain und z.B. Ecstasy. Der Besitz, die Herstellung und die Weitergabe dieser Drogen sind in Deutschland strafbar.

Regelmäßiger oder dauerhafter Konsum von Drogen kann zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit führen oder bei einigen Drogen alleine zu psychischer Abhängigkeit. Von körperlicher Abhängigkeit spricht man, wenn der Körper die Droge in seinen Stoffwechsel eingebaut hat und wenn nach Absetzen der Droge körperliche Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüche, Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen auftreten. Opium, Morphium und Heroin führen sehr schnell zu einer körperlichen und auch psychischen Abhängigkeit.

Der Begriff psychische Abhängigkeit wurde eingeführt, weil bei einigen Drogen wie LSD, Kokain, Crystal, Haschisch und Ecstasy meist oder zunächst keine körperlichen Entzugserscheinungen auftreten. Das Verlangen, den Konsum fortzusetzen, ist aber dennoch sehr stark und für den Betreffenden nicht mehr steuerbar. Wenn die Droge abgesetzt wird, treten Unlustgefühle und Depressionen auf, die zum Teil schwerwiegend sind. Nach längerem und regelmäßigem Konsum verursachen auch diese Drogen gesundheitliche und soziale Schäden.

Wichtig ist, dass weder die Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Drogen, noch die Unterscheidung in körperliche und psychische Abhängigkeit etwas über die Harmlosigkeit oder Schädlichkeit einer Droge aussagen. Andauernder Drogenmissbrauch beeinträchtigt das seelische Befinden und hat oftmals negative Folgen für das soziale Umfeld des Betroffenen, für Freunde, Familie und Berufsleben. Bei allen Drogen, die in die Venen gespritzt werden, ist zusätzlich auf das hohe Risiko einer Infektion mit z.B. HIV und mit den gefährlichen Hepatitis-B- und -C-Viren hinzuweisen.

Der Ausstieg aus der Abhängigkeit beginnt mit der Einsicht: „Ich bin süchtig, so kann ich nicht weitermachen, der Preis ist mir zu hoch". Eine Beratungsstelle kann jetzt sachkundige Unterstützung bieten, über Hilfs- und Therapiemöglichkeiten informieren und auf dem Weg zum Ausstieg begleiten.

Quelle: http://www.suchthotline.info/drogensucht-hilfe-information-beratung-muenchen-anonym-und-kostenlos.php

http://www.suchthilfe-altenburg.de/grundwissen_drogen_de.html