Alkohol

bier_917.jpgAlkoholische Getränke sind für viele Genussmittel. Sie gehören ganz selbstverständlich zu unserem täglichen Leben dazu. Kaum ein Fest, ein feierlicher Anlass, eine gemütliche Runde, in der nicht Alkohol konsumiert wird. Die meisten Menschen können damit auch gut umgehen.

Und doch: Über 2,7 Millionen Menschen in Deutschland trinken Alkohol in einem Maß, das ihre Gesundheit ernsthaft gefährdet. 1,8 Millionen Menschen gelten nach Angaben der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren e. V. (DHS) als alkoholkrank. Alkoholismus ist die häufigste Krankheit bei Männern zwischen 30 und 45 Jahren. Warum? Alkohol hat für viele Menschen positive Eigenschaften. Er wird als Entspannungs- und Zungenlöser in einer fröhlichen Runde gebraucht sowie als Problemlöser und Seelentröster in schwierigen Zeiten. Die Grenze vom Genuss zur Sucht ist fließend, wird jedoch oft allzu schnell überschritten. Meistens ist sie da, wo der Gebrauch zur Gewohnheit und zum Missbrauch wird.
Abhängig ist, wer ohne Alkoholkonsum nicht mehr leben kann und häufig mehr Alkohol trinkt, als er sich vorgenommen hat. Alkoholismus ist eine Krankheit, die sich oft unbemerkt und schleichend entwickelt. Darum ist besondere Vorsicht angebracht.

Wie viel Alkohol ist zu viel?

Eine häufig gestellte Frage an die Fachleute betrifft die Grenze des risikoarmen bzw. des riskanten Alkoholkonsums.

Als Faustregel für risikoarmen Alkoholkonsum gilt:

Für Frauen: Bis zu 10 - 12 Gramm reiner Alkohol am Tag an maximal 5 Tagen pro Woche. Zum Beispiel enthält: 0,1 Liter Wein/Sekt mit 10% vol. = 8 Gramm reiner Alkohol oder 0,25 Liter Bier mit 5% vol. = 10 Gramm reiner Alkohol.

Für Männer: Bis zu 20 - 24 Gramm reiner Alkohol am Tag an maximal 5 Tagen pro Woche. Zum Beispiel enthält: 0,5 Liter Bier mit 5% vol. = 20 Gramm reiner Alkohol oder 1 Doppelter = 4 cl mit 32% vol. = 10,24 Gramm reiner Alkohol.

Wer diese Grenze oft oder regelmäßig überschreitet, geht große Risiken ein, eine seelische und eine körperliche Abhängigkeit zu entwickeln.

Wer ist gefährdet?

  • Wer sich angewöhnt hat, in Beruf und Gesellschaft oft zu trinken.
  • Wer alkoholische Getränke benutzt um in Stimmung zu kommen und Hemmungen abzubauen.
  • Wer Ärger und Enttäuschungen mit Alkohol zu verkraften versucht.
  • Wer mit Alkohol Problemen und Entscheidungen auszuweichen versucht.

Wer ist krank?

  • Wer über längere Zeit überdurchschnittlich viel Alkohol getrunken hat und nicht mehr ohne weiteres auf den Alkohol verzichten kann.
  • Wer die Kontrolle über den Alkoholkonsum häufig oder regelmäßig verliert.
  • Wer wegen seines Trinkverhaltens in körperliche, seelische und soziale Schwierigkeiten gerät.
http://www.suchthilfe-altenburg.de/grundwissen_alkohol_de.html